Mindesthaltbarkeitsdatum

Das Mindesthaltbarkeitsdatum – kurz MHD – ist eine EU-rechtlich vorgegebene Kennzeichnung, die auf Fertigpackungen angegeben werden muss. Das MHD gibt an, bis zu welchem Datum ein Produkt bei ordnungsgemäßer Lagerung (z.B. Lagertemperatur) seine spezifischen, in der Werbung angepriesenen Eigenschaften mindestens behält. Das heißt, wie lange es garantiert keine relevante Minderung in Qualität, Geschmack, Geruch, Konsistenz, Farbe und den Nährwerten aufweist und ohne gesundheitliches Risiko konsumiert werden kann. Garantieren tut dies der Hersteller – nach eigenem Ermessen auf Basis seiner Qualitätsphilosophie. Je nach Hersteller kann das MHD sogar aus Marketingüberlegungen heraus festgelegt werden und dann das maximal mögliche MHD um Monate oder Jahre unterschreiten.

Das MHD ist daher ein Orientierungswert und keinesfalls ein Verfallsdatum, welches angibt, bis wann Lebensmittel  tatsächlich verbraucht sein sollten. Deswegen sind Lebensmittel im Allgemeinen auch nach Ablauf des MHD noch zum Verzehr geeignet. Der Ablauf des MHD bedeutet lediglich, dass sich der Verbraucher eventuell darauf einstellen muss, dass das Produkt nicht mehr in allen Einzelaspekten vollständig den Erwartungen entspricht.

Verfallsdatum

Von Verbrauchern wird das Mindesthaltbarkeitsdatum oftmals mit einem Verfallsdatum verwechselt, also einem Datum, ab dem ein Lebensmittel entsorgt werden sollte. Ein Verfallsdatum ist rechtlich derzeit lediglich für Arzneimittel definiert, nicht jedoch für Lebensmittel.

Verbrauchsdatum

Ein Verbrauchsdatum wird nur für besonders leicht verderbliche Lebensmittel vergeben, beispielsweise Fleischprodukte. Lebensmittel mit Verbrauchsdatum können nicht mit einem MVD versehen werden.